TotalEnergies hat kürzlich den Antrag auf behördliche Genehmigung für das Offshore-Windprojekt in der Normandie eingereicht. Damit tritt das 1,5-GW-Projekt in die konkrete Umsetzungsphase ein. Nach Fertigstellung wird es das derzeit größte Offshore-Windenergieprojekt Frankreichs sein.
Die Entwicklung erfolgt durch Centre Manche Energies, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von TotalEnergies. Seit der Auftragserteilung durch die französische Regierung sind acht Monate vergangen.
Der Projektstandort befindet sich 40 Kilometer vor der Küste der Normandie. Die Gesamtinvestition beträgt 45 Milliarden Euro (ca. 51 Milliarden US-Dollar). Nach Inbetriebnahme erzeugt die Anlage jährlich bis zu 6 Milliarden Kilowattstunden Strom und deckt den regulären Strombedarf von mehr als einer Million französischer Haushalte zuverlässig ab.

Die Bauzeit beträgt drei Jahre. Das Projekt nutzt die gut ausgebaute Offshore-Windenergiekette in der Normandie aus; zentrale Komponenten wie Windturbinen und Seekabel werden vorzugsweise von europäischen Zulieferern bezogen.
Dieses Vorhaben ist ein wichtiger Baustein für die Ausweitung des integrierten Stromgeschäfts und den Ausbau erneuerbarer Energien bei TotalEnergies. Derzeit beläuft sich die weltweite installierte Gesamtleistung des Konzerns im Bereich erneuerbarer Energien auf fast 36 GW. Das Unternehmen hat das klare Ziel, bis 2030 eine Nettostromerzeugung von über 100 Milliarden Kilowattstunden zu erreichen.
Obwohl Frankreich klare Ziele zur Kohlenstoffneutralität festgelegt hat, lag die Entwicklung der Offshore-Windenergie lange hinter führenden europäischen Märkten wie Großbritannien und Deutschland zurück. In den letzten Jahren beschleunigt Frankreich kontinuierlich die Ausschreibung und Umsetzung von Windenergieprojekten. Ziel ist es, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu verringern, das Kernenergiesystem durch erneuerbare Energien zu ergänzen und die nationale Stromversorgung mit sauberen Energien weiter auszubauen.
