Der deutsche Energiekonzern Siemens Energy hat die Spaltungsforderung der US-amerikanischen Aktivisteninvestmentsfirma Ananym Capital klar abgewiesen. Er verweigert die Abspaltung des unternehmenseigenen, verlustmäßigen Windenergiegeschäfts Siemens Gamesa und bekräftigt, den Plan zur Rentabilitätswiederherstellung dieses Geschäftssegments unerschütterlich voranzutreiben.

Laut einem Bericht des Financial Times hat der Aktienkurs von Siemens Energy im Jahr 2025 ein starker Anstieg um mehr als das Doppelte verzeichnet. Dieser deutliche Kursaufschwung hat dem Unternehmen ausreichend Rückhalt gegeben, um die Spaltungsvorschläge von Ananym Capital gelassen abzuweisen. Der Ursprung dieser Spaltungsdebatte liegt in den entsprechenden Aktivismusmaßnahmen, die Ananym Capital im Dezember 2025 initiiert hat. Nähere Details finden sich in dem Artikel Neue Krise! Siemens Gamesa droht der Abspaltung.

Seit 2024 ist der Aktienkurs von Siemens Energy erstmals stark angestiegen.
Für den zukünftigen Entwicklungsweg von Siemens Gamesa hat Siemens Energy klare stufenweise strategische Ziele definiert: Zunächst soll im Geschäftsjahr 2026 das Bilanzgleichgewicht erreicht werden; bis zum Geschäftsjahr 2028 strebt das Unternehmen an, die Umsatzrendite auf einen Bereich von 3 % bis 5 % zu heben.
Nach Erreichen der Leistungsziele im Jahr 2028 wird Siemens Energy zudem eine umfassende spezielle Bewertung für Siemens Gamesa einleiten. Bei der Bewertung werden zwei zentrale Faktoren umfassend berücksichtigt: die Branchenvolatilität und das Wettbewerbsumfeld mit chinesischen Konkurrenten. Das endgültige Ziel besteht darin, "sicherzustellen, dass es das Potenzial hat, in Bezug auf Rentabilität eine zweistellige Wachstumsrate zu erreichen".
Zu dem kritischen Ziel des "Erreichens des Bilanzgleichgewichts im Geschäftsjahr 2026" hat Vinod Philip, CEO von Siemens Gamesa, kürzlich im Rahmen eines Interviews mit Energy Watch seine Kernmeinungen geteilt. Er erklärte, das Geschäftsjahr 2026 sei ein entscheidendes Fenster für die transformative Entwicklung von Siemens Gamesa. Wenn das Bilanzgleichgewicht erfolgreich erreicht werden kann, werde dies markieren, dass das Unternehmen offiziell auf den richtigen Entwicklungsweg zurückgekehrt sei und gleichzeitig über die Kernfähigkeiten für nachhaltige Rentabilität verfüge.

Vinod Philip, CEO von Siemens Gamesa
Vinod Philip gab weiter bekannt, dass das Volumen der Offshore-Windenergieprojektreserven von Siemens Gamesa für das Geschäftsjahr 2026 einen historischen Höchstwert erreicht habe. Allein im Jahr 2026 müssten mehr als 650 Windkraftanlagen installiert werden.
In Bezug auf die Steigerung der Rentabilität wies er darauf hin, dass der Service- und After-Sales-Markt zu dem zentralen Wachstumsmotor werden werde. Dabei sei das Servicegeschäft der solide Grundstein für die Rentabilisierung der Onshore-Windenergie. Der After-Sales-Markt habe nicht nur ein beträchtliches Umsatzpotenzial, sondern könne auch Kundenbeziehungen effektiv stärken und langfristigen Wert für Kunden schaffen. Gleichzeitig werde das Unternehmen im Bereich der Offshore-Windenergie die etablierte 15-MW-Plattform kontinuierlich vorantreiben, um so die Rentabilität des Geschäfts weiter zu steigern.
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