Als einer der zehn größten Windkraftanlagenhersteller weltweit legte GE Vernova im Jahr 2025 eine enttäuschende Geschäftsbilanz vor.

Laut dem jüngst veröffentlichten Bericht von GE Vernova belief sich das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) des Windenergiegeschäfts des Unternehmens auf einen Verlust von beeindruckenden 598 Millionen US-Dollar. Dieser Wert stieg nicht nur gegenüber einem Verlust von 588 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 weiter an, sondern überstieg auch das marktseitig erwartete Verlustziel von 400 Millionen US-Dollar deutlich.
Hinter der belasteten Geschäftsleistung wirken mehrere negative Faktoren zusammen, die zu einem Umsatzrückgang geführt haben. Aufgrund verringerter Geräteauslieferungen, stockender Umsetzung von Offshore-Windenergieprojekten sowie externer Belastungen durch handelspolitische Zölle weltweit sank der Umsatz des Windenergiegeschäfts von GE Vernova im Jahr 2025 um 6 % gegenüber dem Vorjahr, und die Gesamtumsatzgröße fiel auf 9,1 Milliarden US-Dollar zurück.
Trotz des schwierigen Geschäftsumfelds verzeichnete das Auftragsgeschäft von GE Vernova im Windenergiebereich einen Durchbruch gegen den Trend. Dank des stetigen Anstiegs der Nachfrage auf dem globalen Onshore-Windenergiemarkt erreichte der Gesamtauftragswert des Unternehmens im Windenergiebereich im Jahr 2025 7,7 Milliarden US-Dollar, was einem organischen Wachstum von 8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig gewann das Unternehmen erfolgreich Aufträge zur Modernisierung von Onshore-Windkraftanlagen mit einer Kapazität von 1.100 MW auf dem US-Markt.
Im starken Gegensatz zu den anhaltenden Verlusten von GE Vernova zeigte Siemens Gamesa im Geschäftsjahr 2024–2025 positive Transformationserfolge. Laut den Bilanzdaten belief sich der Verlust von Siemens Gamesa in diesem Geschäftsjahr auf 1,36 Milliarden Euro – ein Rückgang um 420 Millionen Euro bzw. um 23,6 % gegenüber dem Verlust von 1,78 Milliarden Euro im vorherigen Geschäftsjahr. Gleichzeitig verzeichnete der Umsatz ein gegen den Trend erzieltes Wachstum von 3,7 % und stieg auf eine Gesamtgröße von 10,3 Milliarden Euro an, was die Geschäftswiderstandsfähigkeit des Unternehmens im Rahmen tiefgreifender Anpassungen voll und ganz unter Beweis stellt.
Vor dem Hintergrund einer insgesamt belasteten globalen Windenergiebranche wurde die Nordex Group zum herausragenden „Überraschungskandidaten“ im Markt für Windkraftanlagen im Jahr 2025. Als einer der zehn größten Windkraftanlagenhersteller weltweit geht aus ihrem veröffentlichten Geschäftsbericht 2025 hervor, dass das Gesamtvolumen der neuen Aufträge des Unternehmens (ohne Dienstleistungsgeschäft) 10.214 MW erreichte – ein Anstieg von 22,5 % gegenüber den 8.336 MW im Jahr 2024, mit einer äußerst starken Auftragswachstumsdynamik. Zugleich blieb der durchschnittliche Jahresverkaufspreis seiner Windkraftanlagen bei 0,91 Millionen Euro pro MW stabil, trotz des branchenweiten hohen Kostendrucks.
Im Vergleich zu den starken Leistungsschwankungen anderer Unternehmen hielt Vestas durchgehend einen stabilen Entwicklungskurs ein. Laut ihrem Finanzausblick 2025 liegt die erwartete Jahresumsatzspanne des Unternehmens bei 18,5 bis 19,5 Milliarden Euro, und die bereinigte EBIT-Marge (nach Abzug außerordentlicher Posten) soll voraussichtlich bei 5 bis 6 % gehalten werden. Damit behielt das Unternehmen stabile Geschäftserwartungen in einem Branchenumfeld mit zunehmender Volatilität auf dem globalen Windenergiemarkt bei.
Aus Sicht der gesamten Branchenstruktur zeigte der globale Markt für Windkraftanlagen im Jahr 2025 ausgeprägte differenzierte Merkmale. Die führenden Unternehmen wurden von vielfältigen Faktoren wie dem Marktumfeld, dem Projektfortschritt und der strategischen Ausrichtung beeinflusst, was zu gemischten Geschäftsleistungen führte. Dies spiegelt auch die komplexe Entwicklungsdynamik der globalen Windenergiebranche in ihrer Transformations- und Anpassungsphase wider.
