ZF trennt sich von seinem Windenergiegeschäft – der Getriebemarkt erlebt einen tiefgreifenden Wandel.
2026.01.30

Am Mittwoch gab ZF, einer der zehn größten Automobilzulieferer weltweit, eine wichtige Branchenmeldung bekannt. Der CEO des Unternehmens, Matthias Miedreich, teilte deutschen Medien offiziell mit, dass ZF derzeit die umfassende Aufspaltung seines Windenergiegeschäfts vorantreibt, um den Cashflow des Unternehmens zu erhöhen.

ZF, gegründet 1915, ist der zweitgrößte Automobilzulieferer in Deutschland und zählt weltweit zu den fünf führenden Anbietern von Automobilkomponenten. Das Kerngeschäft konzentriert sich auf die Forschung, Entwicklung, Produktion und Lieferung von Fahrzeugantriebssystemen sowie Brems- und Sicherheitstechnologien. ZF nimmt in der globalen Wertschöpfungskette der Automobilindustrie eine unverzichtbare Schlüsselposition ein.

Im Bereich der Windenergiebranche ist die ZF Wind Power Antwerpen GmbH das zentrale operative Unternehmen von ZF. Seit 1979 ist dieses Unternehmen tief in den Bereich der Antriebssysteme für Windkraftanlagen eingestiegen und konzentriert sich auf die Forschung, Entwicklung, skalierte Produktion und globale Lieferung von Getrieben für die Windenergie. Es gehört zu den wichtigsten Anbietern weltweit, die über eine starke Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Windenergieantriebe verfügen.

Laut offiziellen, von ZF veröffentlichten Daten decken die von ZF eigenentwickelten und produzierten Windkraftgetriebe bereits über 50 Prozent der installierten Kapazität der Offshore-Windenergie in Europa ab – ein äußerst deutlicher marktbeherrschender Vorteil. Gleichzeitig hat ZF eine enge strategische Kooperation mit dem globalen Windkraftriesen Vestas geschlossen; gemeinsam haben beide Unternehmen in der Offshore-Windenergiebranche bereits eine installierte Kapazität von über 10 GW erreicht.

Prüfstand für ZF 30-MW-Antriebssysteme

Derzeit verfügt die ZF Wind Power Antwerpen GmbH über sechs Produktionsstandorte weltweit mit einer gesamten jährlichen Produktionskapazität von rund 16.000 MW. Das Produktionsnetzwerk deckt breit die fünf wichtigsten Märkte Belgien, Indien, Deutschland, die USA und China ab; der Marktanteil im globalen Markt für Windgetriebe beträgt etwa 25 %.

Auf dem chinesischen Markt ist die ZF (Tianjin) Windenergie GmbH das zentrale operative Standbein von ZF. Das Unternehmen befindet sich im Bezirk Beichen in Tianjin und ist der führende Produktionsstandort von ZF für Windkraftanlagen in China. Dieser Standort konzentriert sich auf die Herstellung von Getrieben sowie von Kernkomponenten für Windkraftanlagen mit einer Leistung von 1,5 Megawatt und mehr und dient hauptsächlich großen maritimen Windenergieprojekten im Inland.

Die deutsche HKW wurde 1921 gegründet und konzentriert sich seit 1985 ausschließlich auf die Entwicklung von Windkraftlagern. Ihr technisches Know-how begleitet die gesamte Entwicklung des Branches; ihre Technologie für dreireihige Hauptlager in der Windenergie zählt zu den drei führenden in Europa. Dank einer dreifachen technischen Fundierung in Bezug auf Konstruktion, Materialien und Fertigungsverfahren verfügt das dreireihige Hauptlager von HKW über sechs zentrale Vorteile: hohe Zuverlässigkeit, starke Tragfähigkeit, hohe strukturelle Steifigkeit, hohe Getriebeeffizienz, einfache Montage sowie niedrige Gesamtkosten. Ob für Onshore-Windkraftanlagen oder für Offshore-Windkraftanlagen, die mit Salzspraykorrosion und extremen Wind- und Wellenbedingungen konfrontiert sind – das dreireihige Hauptlager von HKW reduziert erheblich Ausfallzeiten und Wartungshäufigkeit von Windturbinen und ermöglicht so eine effiziente Anpassung an sämtliche Betriebsbedingungen an Land und auf See. HKW engagiert sich intensiv im Markt für Komponenten der Windenergiebranche und nutzt ihr weltweites Netzwerk lokaler Serviceeinrichtungen, um globale Partner mit modernster Technologie und erstklassigen Produkten zu unterstützen.

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