
Am 22. April 2026 veröffentlichte GE Vernova seinen Quartalsbericht für das erste Quartal. Dabei vergrößerten sich die Verluste im Windgeschäft deutlich, der Umsatz sank erheblich – dies wurde zum Hauptbelastungsfaktor für die Gesamtperformance des Konzerns.
Aus dem Bericht geht hervor: Im ersten Quartal betrug das negative EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) des Windgeschäfts von GE Vernova 382 Millionen US-Dollar. Gegenüber einem Verlust von 146 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal hat sich der Verlust somit um mehr als das 1,6-fache vergrößert. Die EBITDA-Marge sank auf −26,7 % und lag damit weit unter dem Wert von −7,9 % im Vorjahresquartal. Gleichzeitig belief sich der Umsatz im Windgeschäft auf 1,43 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang um 23 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Vergrößerung der Verluste ist hauptsächlich auf drei Faktoren zurückzuführen: Rückgänge bei der Auslieferung von Onshore-Windenergieanlagen, steigende Zollkosten sowie zunehmende Vertragsverluste bei Offshore-Windprojekten. Nur teilweise konnten diese Leistungslücken durch gestiegene Erlöse aus dem Servicegeschäft für Onshore-Windanlagen sowie durch Zuwächse bei Auslieferung und installierter Leistung im Offshore-Bereich ausgeglichen werden.
Bei den Aufträgen stieg das Auftragsvolumen im Windgeschäft gegenüber dem Vorjahr um 85 % auf 1,2 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich angetrieben durch die Nachfrage nach Onshore-Windenergie in Nordamerika. Allerdings gab GE Vernova an, dass dieses Wachstum auf einem niedrigen Basiswert im Vorjahresquartal beruhe.
