Am Dienstag (örtliche Zeit) reagierte Christian Bruch, CEO von Siemens Energy, mit einer neuen Stellungnahme auf die Forderung des US-Hedgefonds Ananym Capital nach der Spaltung von Siemens Gamesa. Er bestätigte ausdrücklich, dass die Forderung nach der Abspaltung der Tochtergesellschaft Siemens Gamesa, die sich mit dem Windenergiegeschäft befasst, berechtigt sei.

Christian Bruch, CEO von Siemens Energy
Im Dezember 2025 kündigte der US-Hedgefonds Ananym Capital an, Aktien von Siemens Energy erworben zu haben, und stellte der Unternehmensleitung eine klare Forderung: Sie solle die Bewertung der Spaltung von Siemens Gamesa einleiten. Die Institution sagte offen, dass der Wert von Siemens Gamesa künftig 10 Milliarden Euro überschreiten könne und der Aktienkurs der Muttergesellschaft nach der Spaltung voraussichtlich um etwa 40 Prozent steigen werde.
„Diese Forderung ist vollkommen berechtigt – darüber denke ich regelmäßig selbst“, sagte Christian Bruch in seiner Antwort. Gleichzeitig lenkte er jedoch sofort den Fokus ab und betonte, dass Siemens Gamesa zuerst einen klaren Entwicklungsweg festlegen und das Ziel einer zweistelligen Gewinnmarge erreichen müsse.
„In der aktuellen Phase ist die oberste Priorität, dieses Geschäft zu stabilisieren und profitabel zu machen“, fügte Bruch hinzu. „Solange diese Kernziele nicht erreicht sind, ist es noch zu früh, über eine Spaltung zu sprechen.“

Finanzdaten zeigen, dass Siemens Gamesa im Jahr 2025 einen Betriebsverlust von satten 1,36 Milliarden Euro verbucht hat. Es wird erwartet, dass das Geschäft 2026 die Gewinn- und Verlustgleichheit erreichen kann und die Betriebsgewinnmarge bis 2028 auf den Bereich von 3 bis 5 Prozent ansteigen wird.
Bruch gab zudem einen Referenzpunkt für die Geschäftstransformation an. Er meinte, das Offshore-Windenergiegeschäft von Siemens Gamesa könne das Wunder der Verlustbeseitigung des Netzzubehörgeschäfts der Gruppe nachvollziehen. Daten zufolge ist die Gewinnmarge des Netzzubehörgeschäfts von 3,6 Prozent im Jahr 2022 auf satte 15,8 Prozent im Jahr 2025 gestiegen. Diese beeindruckende Leistung hat direkt dazu geführt, dass der Aktienkurs der Gruppe in den letzten zwei Jahren um fast das elfache gestiegen ist.
